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EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern: Was sie für Unternehmen bedeutet

Da die EU-Richtlinie (2019/1937) im Dezember dieses Jahres in Kraft tritt, finden Sie hier alle aktuellen Leitlinien, unterstützende Ressourcen und zeitnahe Aktualisierungen, die Sie benötigen, um sicherzustellen, dass das Whistleblowing-Programm Ihrer Organisation mit den neuen Rechtsvorschriften übereinstimmt.

Sprechen Sie mit uns, wenn Sie weitere Informationen und einen individuellen Leitfaden benötigen, um herauszufinden, wie wir Ihnen helfen können.

Ist mein Unternehmen betroffen?

Wenn Ihre Organisation in einem EU-Mitgliedstaat tätig ist, in der 50 oder mehr Beschäftigte arbeiten und welche im öffentlichen oder privaten Sektor agiert, muss sie die Anforderungen der EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern erfüllen.

Auch wenn Ihre Organisation diese Kriterien nicht erfüllt, muss sie diese unter Umständen trotzdem einhalten. Einige Mitgliedstaaten können den Geltungsbereich auf kleinere Organisationen ausdehnen, je nach Art ihrer Tätigkeiten - insbesondere, wenn diese Tätigkeiten eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen.

Wie Sie die Anforderungen erfüllen können

Anbieter von Whistleblowing-Systemen

Organisationen müssen sichere und zugängliche Meldewege bereitstellen.

Incident Management Software

Sie sollten sicherstellen, dass die Mitarbeiter wissen, wo, wann und warum sie Missstände melden können.

Ethik- und Compliance-Schulung

Die Geheimhaltungspflicht zum Schutz der Hinweisgeber, sowie den genannten Personen, muss eingehalten werden.

Policy Management Software

Sie müssen den Eingang von Meldungen umgehend bestätigen und zeitnahe Rückmeldungen versenden

Leitfaden zur EU-Richtlinie

Auslegung der EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern

Dieser ausführliche Marktbericht hilft Ihnen, den Hintergrund der neuen EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern zu verstehen und die wichtigsten Schritte zu erkennen, die Ihre Organisation unternehmen muss, um die Anforderungen zu erfüllen.

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Whistleblowing in Frankreich: Die EU-Richtlinie und Sapin II

Dieser Artikel (auf Englisch) fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Gesetz Sapin II und der EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern zusammen und zeigt auf, welche Vorbereitungen Organisationen jetzt treffen sollten.

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Umsetzung der EU-Richtlinie - Aktueller Stand der Dinge (Juli)

Weniger als sechs Monate vor dem 17. Dezember 2021, dem Stichtag, bis zu dem die EU-Mitgliedstaaten die Whistleblower-Schutzrichtlinie umsetzen müssen, stellt sich die Frage, wo die Länder derzeit stehen.

Artikel lesen (auf Englisch) >

6 wichtige Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Richtlinie

In diesem Artikel werden die sechs wichtigsten Schritte genannt, die Ihre Organisation jetzt unternehmen muss, um sich auf die EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern vorzubereiten und diese einzuhalten.

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ISO 37002 und die EU-Whistleblower-Richtlinie

In diesem Datenblatt wird untersucht, ob die Norm ISO 37002 Organisationen dabei helfen kann, eine angemessene Reaktion auf die Richtlinie zu entwickeln.

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Häufige fragen

Was ist der Zweck der Richtlinie?

Die wichtigsten Bestandteile der EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern, die für öffentliche und private Organisationen mit 50 oder mehr Beschäftigten gilt, beziehen sich auf den Schutz aller Hinweisgeber, die einen Verstoß gegen das EU-Recht melden. Eine der Hauptanforderungen ist die Einrichtung interner Meldekanäle und -verfahren, zu deren Nutzung die Gesetzgebung Whistleblower ermutigt und ihnen dabei Zugang zu einer Reihe von rechtlichen, finanziellen und psychologischen Hilfen verschafft. Die Richtlinie weitet den Schutz von Hinweisgebern auch auf Praktikanten, Freiwillige und Selbstständige (zusätzlich zu den Arbeitnehmern) aus. Alles in allem unternimmt die neue EU-Richtlinie wichtige Schritte, um Hinweisgeber zu stärken und zu schützen.

Welche Schutzmechanismen bietet die Richtlinie?

Die neuen Vorschriften erfordern die Schaffung sicherer Kanäle für die Meldung von Missständen sowohl innerhalb einer –privaten oder öffentlichen – Organisation als auch gegenüber Behörden. Diese sollten so konzipiert und umgesetzt werden, dass die Vertraulichkeit für den Hinweisgeber, die in der Meldung genannte Person und alle in der Meldung genannten Dritten gewährleistet ist.

Von den Organisationen wird erwartet, dass sie den Eingang einer Meldung innerhalb von sieben Tagen bestätigen und „der meldenden Person innerhalb eines angemessenen Zeitraums von höchstens drei Monaten eine Rückmeldung zukommen lassen".

Die Richtlinie schützt Whistleblower vor Entlassung, Degradierung und anderen Formen der Vergeltung und verpflichtet die nationalen Behörden, die Bürger zu informieren und Beamte darin zu schulen, wie sie mit Whistleblowing umgehen sollen.

In der Richtlinie werden auch die Gründe für die Gewährung des Schutzes dargelegt. Im Gegensatz zum Schutz von Hinweisgebern in anderen Ländern muss ein Arbeitnehmer nach der EU-Richtlinie lediglich „berechtigte Gründe" für die Annahme haben, dass die von ihm gemeldeten Informationen der Wahrheit entsprechen (sofern diese in den Anwendungsbereich der Richtlinie fallen).

Wer wird durch die Richtlinie geschützt?

  • Die Richtlinie gilt für Arbeitnehmer im öffentlichen und privaten Sektor, darunter

  • Staatsbedienstete

  • Selbstständige

  • Aktionäre

  • Führungskräfte

  • Verwaltungs- oder Aufsichtsorgane

  • Freiwillige

  • bezahlte oder unbezahlte Praktikanten

  • Auftragnehmer, Unterauftragnehmer und Lieferanten

  • Personen, die Verstöße während eines Einstellungsverfahrens melden

  • ehemalige Arbeitnehmer

Welche Organisationen sind von der EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern betroffen?

Organisationen mit einer Rechtspersönlichkeit in einem EU-Mitgliedstaat, die 50 oder mehr Beschäftigte haben und im öffentlichen oder privaten Sektor tätig sind, müssen die Anforderungen der EU-Richtlinie zum Schutz von Whistleblowern erfüllen. Zudem gilt sie auch für Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern.

Selbst wenn Ihre Organisation diese Kriterien nicht erfüllt, müssen sie die Richtlinie möglicherweise trotzdem einhalten. Einige Mitgliedstaaten können den Geltungsbereich auf kleinere Organisationen ausweiten. Je nach Art ihrer Tätigkeiten kann die Richtlinie auch für kleinere Organisationen gelten - insbesondere, wenn diese Tätigkeiten eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen.

Was ist, wenn meine Organisation in mehreren EU-Mitgliedstaaten tätig ist?

Nach dem Wortlaut der Rechtsvorschriften gibt es keine Rechtsgrundlage, die in jedem betroffenen Land eine eigene Einrichtung für Whistleblower vorschreibt. Sollte die Gesetzgebung eines Mitgliedstaates eine Grundlage für diese Anforderung schaffen, können Sie mit NAVEX Global mehrere Systeme für die Aufnahme von Hinweisen einrichten, die auf den geografischen Standort und/oder die Tochtergesellschaft zugeschnitten sind.

Wird die rechtliche Umsetzung der Richtlinie in den einzelnen EU-Staaten unterschiedlich sein?

Die Richtlinie zielt darauf ab, einen einheitlichen Rahmen und Rechtsstandard in allen Mitgliedstaaten zu schaffen. Da jeder Mitgliedstaat die Richtlinie in das jeweilige nationale Recht integrieren muss, haben die Staaten die Kontrolle darüber, wie einzelne Aspekte auf lokaler Ebene angewendet werden. Einige Mitgliedstaaten können ihre Umsetzung ausweiten, um einen breiteren Geltungsbereich oder strengere Standards zu erreichen - dies ist zulässig, wenn ihre Umsetzung den in der Richtlinie festgelegten Mindeststandard erfüllt oder übertrifft.

Wird es in meinem Land zusätzliche Anforderungen zum Schutz von Hinweisgebern geben?

Die Umsetzung der Richtlinie durch die Mitgliedstaaten kann zu erweiterten rechtlichen Anforderungen auf nationaler Ebene führen. Aspekte wie die Art des gemeldeten Fehlverhaltens und die Frage, ob die Meldungen anonym eingereicht wurden, können ebenfalls zu Unterschieden in der Qualifikation für den Schutz in den verschiedenen Mitgliedstaaten führen. Abschreckende Maßnahmen wie finanzielle oder rechtliche Sanktionen für Organisationen oder Personen, die gegen die neuen Regeln verstoßen, werden ebenfalls auf der Ebene der Mitgliedstaaten festgelegt und könnten zu gewissen Unterschieden zwischen den 27 Mitgliedstaaten führen. Das volle Ausmaß der Unterschiede wird sich erst zeigen, wenn der Stichtag im Dezember erreicht ist.