
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Fertigungsindustrie steht vor besonderen Compliance-Herausforderungen: Standorte und Systeme sind häufig fragmentiert und voneinander isoliert, müssen jedoch einheitliche Standards erfüllen.
- Bewährte Verfahren und Daten zeigen, wie Unternehmen Aktivitäten wie interne Hinweisgebersysteme, das Management von Drittparteirisiken und die Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen besser miteinander verknüpfen können.
- Die Vorteile eines vernetzten Compliance-Ansatzes sind gut dokumentiert und liefern Risiko- und Compliance-Verantwortlichen in der Fertigungsindustrie überzeugende Argumente für die Weiterentwicklung ihrer Programme.
Die Fertigungsindustrie im Wandel – von fragmentierter Compliance zu einem ganzheitlichen Ansatz
Die traditionell fragmentierten Strukturen vieler Unternehmen in der Fertigungsindustrie stoßen angesichts eines zunehmend komplexen Geschäftsumfelds an ihre Grenzen. Umso wichtiger wird ein moderner, vernetzter Ansatz für Risikomanagement und Compliance.
Über Jahre gewachsene Strukturen – getrennte Systeme, isolierte Prozesse und wenig vernetzte Teams – treffen heute auf eine neue Realität: Betriebsabläufe erstrecken sich über zahlreiche Standorte, Lieferantennetzwerke erstrecken sich über mehrere Kontinente, regulatorische Anforderungen nehmen kontinuierlich zu und neue Technologien wie KI verändern die Arbeitswelt. Angesichts neuer Herausforderungen und wachsender Governance-Anforderungen müssen die komplexen Strukturen in der Fertigungsindustrie stärker zusammengeführt werden. Gelingt das nicht, können Risiken zunehmen – und gleichzeitig Chancen für weiteres Unternehmenswachstum verloren gehen.
Doch der notwendige Wandel bietet auch Chancen. Ein vernetzter GRC-Ansatz ermöglicht es unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens, eine gemeinsame „Sprache“ für Risiken zu entwickeln. Das schafft mehr strategische Agilität und fördert eine gemeinsame Kultur für Ethik und Compliance über Geschäftsbereiche hinweg. Letztlich kann eine vernetzte Compliance-Strategie dazu beitragen, Innovation, Resilienz und Wachstum zu fördern.
Warum traditionelle Compliance-Programme in der Fertigungsindustrie an ihre Grenzen stoßen
Compliance ist für Unternehmen in der Fertigungsindustrie mit erheblichen Kosten verbunden. Eine Studie der National Association of Manufacturers, einem der führenden Branchenverbände in den USA, zeigt: US-amerikanische Fertigungsunternehmen gaben durchschnittlich 29.100 US-Dollar pro Mitarbeiter für die Einhaltung bundesrechtlicher Vorgaben aus – mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt aller Unternehmen. Bei US-amerikanischen Fertigungsunternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern lagen die Kosten mit 50.100 US-Dollar sogar noch höher. Auch wenn sich diese Zahlen auf die USA beziehen, sind umfangreiche Compliance-Anforderungen auch für Unternehmen in anderen Ländern Realität.
Wenig überraschend gaben 37% der befragten Risiko- und Compliance-Verantwortlichen aus der Fertigungsindustrie an, dass es in den vergangenen 12 Monaten eine Herausforderung war, mit neuen regulatorischen Anforderungen Schritt zu halten. Damit liegt der Anteil über dem globalen Durchschnitt von 31% im 2026 NAVEX State of Risk & Compliance Report.
Der traditionelle, fragmentierte Ansatz könnte Teil des Problems sein – und auch die Fertigungsindustrie selbst scheint sich dessen bewusst zu sein. In einer NAVEX Umfrage aus dem Jahr 2025 wurden Risiko- und Compliance-Verantwortliche nach der Zusammenarbeit ihres Funktionsbereichs mit anderen Unternehmensbereichen gefragt. Befragte aus der Fertigungsindustrie berichteten dabei seltener von einer engen Zusammenarbeit mit Bereichen wie Datenschutz, Finanzen, Audit und Personalwesen als Befragte aus anderen Branchen insgesamt.
Welche konkreten Hürden entstehen durch einen fragmentierten Ansatz für Risiko und Compliance? Isoliert arbeitende Teams ohne gemeinsame Erwartungen, manuelle Prozesse, Einzellösungen und mangelnde Transparenz sind nur einige der Herausforderungen, mit denen Unternehmen in der Fertigungsindustrie ohne einen ganzheitlichen Ansatz konfrontiert sein können.
Erfolgreich werden vor allem die Unternehmen sein, die fragmentierte Compliance-Strukturen überwinden und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Im Folgenden betrachten wir drei zentrale Handlungsfelder: Menschen und Unternehmenskultur, Lieferkettenrisiken sowie sich wandelnde regulatorische und Governance-Anforderungen – mit besonderem Blick auf neue Herausforderungen, die sich durch den zunehmenden Einsatz von KI ergeben.
Compliance ist in der Fertigungsindustrie besonders kostspielig
Die Studie zeigt, dass die tatsächlichen Compliance-Kosten in der Fertigungsindustrie höher ausfallen.
Auch wenn sich die Zahlen auf den US-Markt beziehen, machen sie eine Herausforderung deutlich, die Fertigungsunternehmen weltweit kennen: Komplexe regulatorische Anforderungen treffen auf international vernetzte Lieferketten, dezentrale Betriebsstrukturen und begrenzte Compliance-Ressourcen.
- 29.100$
Compliance-Kosten pro Mitarbeiter in der Fertigungsindustrie für bundesrechtliche Vorgaben
- 2x
So hoch sind die Compliance-Kosten im Vergleich zu anderen Unternehmensarten
- 50.100$
Compliance-Kosten pro Mitarbeiter in Fertigungsunternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern
Die Unternehmen in der Fertigungsindustrie, die erfolgreich sein werden, sind diejenigen, die fragmentierte Compliance-Programme hinter sich lassen und einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen.

Compliance für Mitarbeiter überall zugänglich machen
Eine zentrale Herausforderung für die Fertigungsindustrie ist die räumliche Verteilung der Belegschaft. Zeitzonen, Arbeitszeiten, Kommunikation in lokalen Sprachen, Arbeitssicherheit – der Arbeitsalltag kann sich für die verschiedenen Mitarbeiter in der Fertigungsindustrie erheblich unterscheiden.
Diese vielfältigen Arbeitsbedingungen machen es für Unternehmen in der Fertigungsindustrie besonders schwierig, eine einheitliche Compliance-Strategie umzusetzen. Gleichzeitig stellt eine zu geringe Meldeaktivität ein erhebliches Risiko und eine aktuelle Herausforderung für die Branche dar. Eine Analyse der internen Meldedaten von NAVEX Kunden aus der Fertigungsindustrie für das gesamte Jahr 2025 ergab einen Median von 1,10 Meldungen pro 100 Mitarbeiter – gegenüber 1,65 Meldungen bei Unternehmen weltweit.
Eine geringe Zahl an Meldungen bedeutet jedoch nicht, dass es weniger Vorfälle gibt. Potenzielle Hinweisgeber wissen möglicherweise nicht, wie sie eine Meldung einreichen können, oder vertrauen nicht darauf, dass sie Bedenken ohne Angst vor negativen Konsequenzen melden können. Dadurch können sich Risiken im Unternehmen unbemerkt entwickeln und zu erheblichen Problemen werden, bevor sie ans Licht kommen.
Unternehmen, die einen ganzheitlichen Compliance-Ansatz verfolgen, sollten verschiedene Meldekanäle anbieten und die darüber eingehenden Meldungen zentral erfassen. Je nach persönlicher Situation oder Präferenz melden einige Mitarbeiter Bedenken möglicherweise eher telefonisch, über ein persönliches Gerät oder direkt bei einer Führungskraft. Alle Meldekanäle sollten regelmäßig kommuniziert und sämtliche Aktivitäten in einem zentralen Vorfallmanagementsystem erfasst werden. So lassen sich Trends, Herausforderungen und Verbesserungspotenziale für das Compliance-Programm besser erkennen.
Mitarbeiter und andere Beteiligte sollten außerdem unkompliziert Antworten auf Fragen zu Richtlinien und dazu finden können, welches Verhalten als Fehlverhalten gilt. Ähnlich wie bei den verschiedenen Meldekanälen ist es gerade für Unternehmen in der Fertigungsindustrie wichtig, unterschiedliche Möglichkeiten für den Zugriff auf Richtlinieninformationen bereitzustellen – insbesondere angesichts der vielfältigen Anforderungen innerhalb der Belegschaft.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihr Compliance-Programm für eine räumlich verteilte Belegschaft in der Fertigungsindustrie umsetzen.
Risiken in der Lieferkette frühzeitig erkennen
Zahlreiche Unternehmen sind bei einer Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen auf Dritte angewiesen. Für Unternehmen in der Fertigungsindustrie sind die Beziehungen zu externen Partnern jedoch häufig besonders kritisch – etwa bei der Beschaffung von Bauteilen und Rohstoffen. Mitunter hängt die gesamte Produktion von diesen Lieferketten ab. Gleichzeitig können auch Dritte mit denselben Herausforderungen konfrontiert sein, die das Risiko- und Compliance-Management in der Fertigungsindustrie so komplex machen. Führt ein Compliance-Problem zu einer Störung an einer kritischen Stelle der Lieferkette, besteht das reale Risiko eines Produktionsstillstands – mit Auswirkungen, die weit über die Fertigung selbst hinausgehen und das gesamte Unternehmen betreffen können.
Beispiele für solche Auswirkungen gibt es in der Praxis viele: Ein großer Automobilhersteller musste Teile seiner Produktion einstellen, nachdem ein einzelner Zulieferer von einem Cyberangriff betroffen war. Engpässe bei Helium wiederum bedrohten die Lieferkette für Mikrochips und damit Technologiehersteller. Störungen können sich jedoch in beide Richtungen auswirken: Nachdem ein schwerwiegender Cyberangriff einen weiteren Automobilhersteller zu einem Produktionsstopp zwang, führte dies zu großer Besorgnis bei kleineren Zulieferern, für die das Unternehmen der wichtigste Kunde ist.
Ein ganzheitlicher Ansatz für Risiko und Compliance schließt auch die Beschaffung und Due-Diligence-Prüfungen von Dritten entlang der Lieferkette ein. So wird der einheitliche Umgang des Unternehmens mit Ethik- und Compliance-Risiken auch auf das breitere Netzwerk außerhalb der eigenen Organisation ausgeweitet.
Risiken können entlang der gesamten Lieferkette entstehen. Vielleicht unterliegt ein Lieferant bestimmten Umwelt-, Sozial- und Governance-Vorschriften (ESG). Selbst wenn das beauftragende Fertigungsunternehmen selbst nicht darunter fällt: Könnte ein Verstoß des Lieferanten zu Störungen oder Reputationsschäden entlang der Lieferkette führen? Das Fertigungsunternehmen verfügt möglicherweise über umfassende Cybersicherheitsmaßnahmen – aber erfüllt oder übertrifft ein kritischer Lieferant mit Zugriff auf sensible Unternehmensdaten dieselben Standards für Cyberresilienz? Und was geschieht, wenn ein Lieferant geopolitischen Risiken ausgesetzt ist?
Unternehmen in der Fertigungsindustrie gehen davon aus, ihre Prozesse rund um Lieferketten weiter stärken zu müssen. In der NAVEX Umfrage 2026 gaben 29% der Risiko- und Compliance-Verantwortlichen aus der Branche an, ihre Investitionen oder Aktivitäten im Bereich der Due-Diligence-Prüfung von Dritten erhöhen zu wollen. Doch welche Maßnahmen setzen sie konkret um?
Ein wichtiger Aspekt ist die kontinuierliche Überwachung – also die erneute Bewertung von Lieferantenrisiken in angemessenen Abständen nach der ersten Due-Diligence-Prüfung. Rund drei Viertel der Befragten aus der Fertigungsindustrie bewerteten ihr Unternehmen in einer NAVEX Umfrage aus dem Jahr 2025 in diesem Bereich als mindestens „gut“ aufgestellt. Mit zunehmender Abhängigkeit von Dritten und immer komplexeren Lieferketten dürften die Anforderungen jedoch weiter steigen. Wie bei anderen Compliance-Risiken sollten verschiedene Unternehmensbereiche bei der Bewertung eine „gemeinsame Sprache“ sprechen. Dazu kann beispielsweise ein Risikowert für Dritte gehören, der eine fundierte und abgestimmte Strategie unterstützt – einschließlich der Festlegung, in welchen Abständen Lieferanten erneut bewertet werden.
Auch darüber, was zu tun ist, wenn etwas schiefläuft, sollte in allen Unternehmensbereichen ein gemeinsames Verständnis bestehen. Unternehmen werden voraussichtlich in zusätzliche Schulungen für verschiedene Funktionen investieren, damit Compliance-Bedenken im Zusammenhang mit Dritten ordnungsgemäß eskaliert werden – Risiko- und Compliance-Verantwortliche sollten über diese Vorfälle informiert werden. In einem komplexen Unternehmen der Fertigungsindustrie ist es jedoch möglicherweise unrealistisch, dass diese Bereiche im Tagesgeschäft eng eingebunden sind. Diejenigen, die die direkten Beziehungen innerhalb der Lieferkette betreuen, sollten die Risikorichtlinien des Unternehmens in ihren Entscheidungen umsetzen, wie es ein ganzheitlicher Compliance-Ansatz vorsieht.

Erfahren Sie mehr über die Komplexität von Lieferkettenrisiken und darüber, wie ein ganzheitlicher Compliance-Ansatz unterstützen kann.
Mit einer Risiko- und Compliance-Landschaft Schritt halten, die sich ständig verändert
Wie bereits erwähnt, sehen viele Unternehmen in der Fertigungsindustrie die zunehmenden regulatorischen Anforderungen als Herausforderung. Selbst für Unternehmen, die dafür gut aufgestellt sind, entwickelt sich das regulatorische Umfeld kontinuierlich weiter und erschließt neue Bereiche, die zusätzliche Compliance-Ressourcen erfordern. Fehlt der Überblick darüber, wie die verschiedenen Bereiche eines Fertigungsunternehmens mit Risiko- und Compliance-Anforderungen umgehen, können Compliance-Lücken und blinde Flecken entstehen – und letztlich auch Probleme bei Audits.
Sicherzustellen, dass unterschiedliche Geschäftsbereiche im Einklang mit sich wandelnden Risiko- und Compliance-Anforderungen handeln, ist eine kontinuierliche und vielschichtige Aufgabe für Führungskräfte, die diese Bereiche unternehmensweit verantworten. Ein Beispiel sind Datenschutzvorschriften: Je nach Rechtsraum gelten unterschiedliche und teilweise sehr spezifische Anforderungen für den Umgang mit Kunden- und anderen sensiblen Daten. Halten alle Bereiche des Unternehmens die jeweils geltenden Anforderungen ein?
Hinzu kommt die rasante Entwicklung von KI. Sie bietet großes Potenzial für zahlreiche Geschäftsbereiche, während die Regulierung weiterhin Mühe hat, mit dem Innovationstempo Schritt zu halten. Die verschiedenen Bereiche eines Fertigungsunternehmens werden KI auf unterschiedlichste Weise einsetzen – ein vielversprechendes Umfeld für Innovationen, das ohne umfassende Schulungen und Sensibilisierung jedoch unbeabsichtigt spezifische regulatorische Risiken oder weiterreichende Geschäftsrisiken mit sich bringen kann.
Erfreulicherweise ist Compliance bei der Entwicklung von KI-Richtlinien in der Fertigungsindustrie „mit am Tisch“: Fast 80% der befragten Risiko- und Compliance-Verantwortlichen aus der Branche gaben gegenüber NAVEX an, dass Compliance bei Entscheidungen über den Einsatz von KI zumindest „teilweise eingebunden“ ist.
Ein moderner, ganzheitlicher Compliance-Ansatz würde Unternehmen in der Fertigungsindustrie Echtzeitzugriff auf regulatorische Informationen ermöglichen, die anschließend zeitnah in Schulungen und Vorgaben für die unterschiedlichen Unternehmensbereiche einfließen. Werden Richtlinien aktualisiert, erhalten die zuständigen Mitarbeiter die relevanten Informationen und Anleitungen effizient, skalierbar und nachvollziehbar. Governance-Rahmenwerke für Herausforderungen wie Datenschutzvorschriften, Compliance und die Aufsicht über KI werden unternehmensweit umgesetzt und eingehalten – unabhängig vom jeweiligen Geschäftsbereich.

Mit regulatorischen Veränderungen im KI-Zeitalter Schritt halten – was steht für die Fertigungsindustrie auf dem Spiel?
Die Vorteile eines ganzheitlichen Compliance-Ansatzes
Unternehmen in der Fertigungsindustrie, die einen ganzheitlichen Compliance-Ansatz verfolgen, gewinnen einen besseren Überblick über neu entstehende Risiken in ihren miteinander verbundenen Betriebsabläufen.
Ein Beispiel ist die Zuverlässigkeit der Lieferkette. Im Einkauf kann sich die Prüfung von Lieferanten auf Aspekte der Resilienz konzentrieren – etwa darauf, ob ein Lieferant Bauteile oder Rohstoffe in ausreichender Qualität und termingerecht liefert. Ausfallzeiten können anhand der Zuverlässigkeit der eigenen Fertigungsprozesse des Lieferanten bewertet werden. Doch auch Compliance spielt hier eine Rolle: Hält ein Lieferant regulatorische Anforderungen an Arbeitssicherheit, Umweltschutz und andere Bereiche nicht ein, können daraus Bußgelder und weitere Folgen entstehen, die seine Lieferfähigkeit gefährden. Bei der Bewertung von Lieferanten sollten diese unterschiedlichen Perspektiven daher Teil desselben ganzheitlichen Compliance-Ansatzes sein.
Auch andere mögliche Szenarien verdeutlichen den Zusammenhang. So könnte mangelnde Governance dazu führen, dass ein neuer Fertigungsprozess eingeführt wird, der Sicherheitsvorschriften nicht ausreichend berücksichtigt. Die Folge könnten kostspielige Abhilfemaßnahmen oder – noch gravierender – ein Arbeitssicherheitsvorfall sein. Bei einem ganzheitlichen Ansatz wären Risiko und Compliance bereits bei der Entwicklung und Einführung des neuen Prozesses eingebunden.
KI-Tools können Geschäftsbereiche dabei unterstützen, schneller und effizienter zu arbeiten. Fehlen jedoch klare Vorgaben für ihren Einsatz, können Geschäftsgeheimnisse unbeabsichtigt nach außen gelangen. Risiko und Compliance sollten daher von Anfang an eingebunden sein, um den sicheren und verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien im gesamten Unternehmen zu unterstützen.
Der vielleicht größte Vorteil eines ganzheitlichen Compliance-Ansatzes für die Fertigungsindustrie ist die dadurch mögliche Transparenz. Spezialisierte Geschäftsbereiche führen ihre Aufgaben weiterhin eigenständig aus, doch ihre Entscheidungen, ihr Schulungsbedarf und neu entstehende Risiken fließen in ein zentrales Gesamtbild der Risiko- und Compliance-Situation des Unternehmens ein, aus dem sich unternehmensweit konkrete Maßnahmen ableiten lassen.
Mehr Resilienz in einer zunehmend komplexen Fertigungsindustrie
Unternehmen in der Fertigungsindustrie sind mit einer Vielzahl eng miteinander verbundener Herausforderungen konfrontiert, die in dieser Form kaum eine andere Branche betreffen. Betriebsabläufe und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich innerhalb eines Unternehmens teils erheblich, gleichzeitig ist die Abhängigkeit von externen Lieferanten häufig besonders hoch. Einzelne Bereiche mögen für sich genommen gut funktionieren. Damit das Unternehmen als Ganzes jedoch mit neuen regulatorischen Anforderungen Schritt halten und komplexe Risiken steuern kann, müssen bislang getrennte Bereiche zusammenarbeiten und eine gemeinsame “Sprache” für Risiko und Compliance entwickeln.
Die Komplexität in der Fertigungsindustrie wird aller Voraussicht nach weiter zunehmen – und mit ihr die regulatorischen Anforderungen. Lieferketten bleiben dynamisch und bergen unterschiedliche Risiken durch Schwankungen und mögliche Störungen. Gleichzeitig entstehen neue Governance-Herausforderungen, etwa durch den zunehmenden Einsatz von KI.
Unternehmen in der Fertigungsindustrie brauchen daher einen ganzheitlichen Compliance-Ansatz, der sich ebenso schnell an neue Anforderungen anpassen kann wie das Unternehmen selbst.
Risiken und Compliance in der Fertigungsindustrie besser im Blick behalten
Moderne Fertigungsunternehmen brauchen mehr als isolierte Compliance-Tools. Sie benötigen einen zentralen Überblick über Compliance in der Belegschaft, operative Risiken, Lieferantennetzwerke und Governance-Anforderungen.
Erfahren Sie, wie ein ganzheitlicher Compliance-Ansatz Ihrem Unternehmen hilft, die Kontrolle zu verbessern, Risiken zu reduzieren und die Resilienz über alle Standorte, Lieferanten und Regionen hinweg zu stärken.


